Sicherheitsstipps

Sicherheitstipps

-Wo ist es passiert?Ort, Straße, Hausnummer- wenn Sie nicht wissen, bitte früh der Person sagen, die Ortung ist sehr genau!
-Was ist passiert?Umschreiben Sie das Ereignis bitte in kurzen prägnanten Stichworten, z.B. Verkehrsunfall, bewusstlose Person, Sturz von einer Leiter, Feuer, Explosion etc.
-Wie viele Verletze/Erkrankte?Bitte teilen Sie uns möglichst genau die Anzahl der Verletzten/Erkrankten mit, bei größeren Unfällen reicht eine wohl überlegte Schätzung aus. Bitte über- oder untertreiben Sie nicht.
-Welche Art der Verletzung/Erkrankung?Bitte nennen Sie uns auch die Art der Verletzung oder Erkrankung, damit evtl. weitere geeignete Einsatzmittel gleich mitentsandt werden können. Sind Verletzte eingeklemmt oder brennt irgendwas?
-Wer meldet das Ereignis?Nennen Sie uns bitte ihren Name und eine Rückrufnummer für Nachfragen und falls möglich bleiben Sie in Reichweite dieses Apparates. Erwarten Sie unsere Einsatzkräfte zwecks gezielter Einweisung.

Damit die sommerliche Party am Holzkohlengrill ein vergnügtes Fest bleibt und nicht zu einem Brandunfall gerät, sind folgende wichtige Regeln zu beachten:

  • Sicheren Standplatz für den Grill wählen.
  • Keine leicht brennbaren Stoffe in unmittelbarer Nähe der Feuerstelle (.z.B. Lampions, Girlanden, Gardinen, etc.) anbringen.
  • Ausreichenden Sicherheitsabstand (mindestens 2 bis 3 Meter) schaffen.
  • Löschmittel, z.B. Feuerlöscher, bereitstellen
  • Ebenen, nicht brennbaren Untergrund wählen und Standfestigkeit des Gerätes prüfen
  • Rettungs- und Fluchtwege freihalten
  • Vorsicht beim Entzünden
  • Möglichst nur Trockenbrennstoffe, z.B. handelsübliche Grillanzünder u.ä., verwenden. Beachten Sie die Gebrauchsanweisung für die Anzünder

Niemals flüssigen Brennstoff in glimmende Holzkohle nachgießen ! Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus, Alkohol oder Benzin haben einen sehr niedrigen Flammpunkt. Sie verdampfen bei Wärmeentwicklung sehr schnell. Dies gilt insbesondere beim Vorhandensein von Holzkohlenglut. Die explosionsartige Zündung eines Dampf-Luft-Gemisches hat verheerende Folgen !

  • Glut nicht durch Pressluft oder Sauerstoff anfachen.
  • auf schwer oder mindestens normal entzündliche Kleidung achten, d.h. keine Synthetikfasern.
  • Grillgeräte niemals von Kindern bedienen oder gar anzünden lassen.
  • Kinder vom Gefahrenbereich fernhalten.
  • Die Brandstelle sauber verlassen.
  • Heiße Asche, Holzkohlenreste usw. niemals unbeaufsichtigt lassen.
  • Sämtliche Verbrennungsrückstände ablöschen, am Besten mit Wasser.
  • Holzkohlenreste, Asche etc. niemals einfach auskippen und zurücklassen; wenn möglich eingraben und übererden.

Quelle: Arbeitsordner "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr", Kohlhammer Verlag

Feuerwehr, Rettungsdienst: Notruf 112
 

-Was ist passiertUmschreiben Sie das Ereignis bitte in kurzen prägnanten Stichworten, z.B. Verkehrsunfall, bewusstlose Person, Sturz von einer Leiter, Feuer, Explosion etc.
-Wo ist es passiertOrtsangabe - Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer und ergänzende Angaben. Sie sind am Unfallort fremd? Fragen sie Ortsansässige/Passanten und bitten um Hilfe bei der Ortsbestimmung. Hier gilt: Je genauer die Ortsangabe, desto weniger Zeit verbringen die Einsatzkräfte mit dem Suchen nach der Einsatzstelle. Sind sie in ländlicher Umgebung? Dann schicken Sie jemanden zur nächsten großen Straße und lassen Ihn die Rettungsmittel einweisen. Teilen Sie dies beim Notruf mit!
-Wie viele Verletze/Erkrankte?Bitte teilen Sie uns möglichst genau die Anzahl der Verletzten/Erkrankten mit, bei größeren Unfällen reicht eine wohl überlegte Schätzung aus. Bitte über- oder untertreiben Sie nicht.
-Welche Art der Verletzung/Erkrankung?Bitte nennen Sie uns auch die Art der Verletzung oder Erkrankung, damit evtl. weitere geeignete Einsatzmittel gleich mitentsandt werden können. Sind Verletzte eingeklemmt oder brennt irgendwas?
-Wer meldet das Ereignis?Nennen Sie uns bitte ihren Name und eine Rückrufnummer für Nachfragen und falls möglich bleiben Sie in Reichweite dieses Apparates. Erwarten Sie unsere Einsatzkräfte zwecks gezielter Einweisung. Erste Hilfe und Eigenschutz geht aber in jedem Fall vor.

Auf gefrorenen Eisflächen besteht die Gefahr einzubrechen und zu ertrinken.

  • Bei stehenden Gewässern sollte das Eis mindestens 15 cm dick sein, bei fließenden Gewässern mindestens 20 cm. Vorsicht auch an den Uferzonen, die mit Bäumen und Sträuchern bewachsen sind. Hier wächst das Eis langsamer. Achten Sie auf Warnungen und Hinweise.

Das sollten Sie auf dem Eis beachten:

  • Wagen Sie sich nie allein aufs Eis. Prüfen Sie vor dem Betreten die Eisqualität.  Beim knacken des Eises, sofort die Eisfläche verlassen. Geeigneten Rettungsmittel, z.B. Leiter, Stangen oder Äste sollten am Ufer vorhanden sein

Selbstrettung

  • In Bauch- oder Rückenlage auf feste Eisschichten in Richtung Ufer bewegen, weil eventuell die Eiskante weiter abbricht. Um Hilfe rufen und so wenig wie möglich bewegen.

Fremdrettung

  • Nur sofern Ihnen bewusst ist, das auch Sie einbrechen können!
  • Möglichst auf dem Bauch zur Unfallstelle bewegen, am besten mit Rettungsmittel (z.B. Leiter) und gesichert (z.B. Leine). Dem Eingebrochenen Hilfsmittel reichen und herausziehen. Nach der Rettung den Eingebrochenen langsam und liegend aufwärmen. Hierbei dürfen Arme und Beine nicht höher liegen als das Herz.

Notruf absetzen.

Von Anfang Mai bis Ende Oktober ist in den Wäldern das Rauchen und offenes Feuer strikt verboten!

Bei Waldbränden entstehen jährlich große Schäden an dem für Mensch und Tier unersetzlichen Erholungs- bzw. Lebensraum "Wald". Die ersten warmen Sonnenstrahlen verlocken viele Menschen zu Spaziergängen in der Natur. Anhaltendes schönes Wetter mit extrem geringen Niederschlägen erhöht die Waldbrandgefahr. Besonders im Frühjahr hat die Begrünung am Boden und auch an den Bäumen nur zum geringen Teil eingesetzt; dadurch trocknen Sonne und Wind die Bodenvegetation schnell aus.

Eine Entzündung von trockenem Gras, Laub- und Nadelstreu verläuft in dieser Jahreszeit sehr schnell.


Gefahr geht nicht nur von achtlos weggeworfenen Zigarettenresten aus. Auch liegengelassene Flaschen und Glasscherben könnten wie Brenngläser wirken.
Grillen im Wald und im Waldrandbereich ist wegen des Funkenflugs nur auf den eigens dafür vorgesehenen Plätzen gestattet. Das Anzünden von alten Grasdecken an Wege. und Grabenrändern, das Verbrennen von altem Stroh, der Funkenflug von Schleppern sowie mit Feuer spielende Kinder sind ebenso Ursachen von Waldbränden.

Zu besonderer Vorsicht sind die Fahrer von Autos mit Katalysatortechnik aufgerufen. Sie dürfen ihre Fahrzeuge unter keinen Umständen über trockenem Bodenbewuchs abstellen. Die starke Erhitzung des am Boden des Wagens untergebrachten Katalysators kann leicht einen Brand auslösen.

Nach dem Strafgesetzbuch ist die fahrlässige und vorsätzliche Brandstiftung allgemein und das Herbeiführen einer Brandgefahr für den Wald durch Rauchen, offenes Feuer und das Wegwerfen von glimmenden Gegenständen strafbar.

Die Feuerwehr appelliert an alle Bürger und Bürgerinnen, durch achtsames Verhalten, den durch die Umwelt bereits bedrohten und geschädigten Wald, nicht zusätzlich durch vermeidbare Brände zu schädigen.

Bei einem Feuer sofort Notruf 112 wählen!

Sicherheitsratschläge für die Advents- und Weihnachtszeit

Jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit ereignen sich zahlreiche Brände von Adventskränzen, -gestecken und Weihnachtsbäumen. Brandursache in fast allen Fällen: unsachgemäßer oder leichtsinniger Umgang mit brennenden Wachskerzen. Kann ein Entstehungsbrand nicht beim allerersten Versuch gelöscht werden - Raum verlassen - Türen schließen und die Feuerwehr (Notruf 112) alarmieren.

Sicherheitsmaßnahmen

Kleinlöschgeräte

  • Einen gefüllten Wassereimer und einen Scheuerlappen, eine Gießkanne oder eine Blumenspritze in greifbarer Nähe bereitstellen.

Kerzen

  • Brennende Kerzen immer beaufsichtigen.
  • Brennende Kerzen nie alleine lassen - insbesondere nicht mit kleinen Kindern, auch nicht nur eine Minute.
  • Keine Wunderkerzen verwenden (auch der Umwelt zuliebe).
  • Nur Sicherheitszündhölzer zum Anzünden von Kerzen verwenden.

Adventskränze und -gestecke

  • Aufstellen in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen.
  • Auf eine feuerbeständige Unterlage legen, z.B. Blech oder Porzellanteller.

Die Gefahrenquelle Weihnachtsbaum

Immer wieder überraschen Meldungen in der Advents- und Weihnachtszeit über Brände, deren Ausgangspunkt der Weihnachtsbaum oder der Adventskranz war. Unverständnis macht sich breit.

War da keine Möglichkeit, diesen Brand zu verhindem?
Warum breitete sich der Brand so schnell aus?
Gibt es keine Möglichkeit, den Weihnachtsbaum einfach schwerentflammbar zu machen?

Rund 400.000 Nadeln hat die "Standardausführung" eines Weihnachtsbaumes, eine Fichte von 2,20 Meter Höhe. Die Nadeln, nicht die Zweige und der Stamm, stellen im wesentlichen die gefährliche Brandlast des Baumes dar. 400.000 Einzelelemente von brennbarem Stoff, die sich im Abstand von nur wenigen Millimetern befinden.

Schneidet man eine Nadel auf und legt sie unters Mikroskop, so erkennt man, dass das Innere der Nadel aus winzigen Harznestern, aus Harzseen besteht. Pflanzliches Gewebe umschließt diese Harzseen. Gewebe, dessen Festigkeit sich mit dem Feuchtigkeitsgehalt erhöht und am ungeschlagenen Baum nahezu die Brandschutzklasse schwerentflammbar erreicht.

Geschlagen werden Weihnachtsbäume Ende November. Über 2-3 Wochen lang erhalten die Nadeln dann keine Feuchtigkeit mehr, dörren aus und werden zunehmend brennbarer. Werden diese Harzseen im Inneren einer Nadel (z.B. durch eine Kerzenflamme) erhitzt, so beginnt das Harz sich zu verflüssigen und im weiteren zu verdampfen. Der brennbare Dampf baut einen derart hohen Druck auf, dass das umschließende pflanzliche Gewebe wie bei einer Explosion auseinandergerissen wird. Je trockener der Baum, desto früher setzt dieser Vorgang ein. Der sich bildende Dampfdruck kann so stark ansteigen, dass durch die Explosion Luftmassen verdrängt und unmittelbar in der Nachbarschaft stehende Kerzen buchstäblich ausgeblasen werden.

Der Harzdampf, der freigesetzt wird, verbrennt schlagartig und löst eine Kettenreaktion aus. Flammen springen dann von Nadel zu Nadel. Lametta wird abgefackelt. Kugeln fallen herunter. Noch aufrecht stehende Kerzen geben ihre Standfestigkeit unter der entstehenden Erwärmung auf, werden nun auch zu "Brandstiftern". Innerhalb weniger Sekunden steht der ganze Baum in Flammen. Geschenkkartons und -papier, Vorhänge und andere brennbare Materialien werden von den Flammen erfaßt. Irgendwann wird der Baum durch den unterschiedlichen Abbrand kopflastig, stürzt um, setzt die Brandausbreitung fort.

Während die Familie im Eßzimmer die Weihnachtsgans tranchiert, platzen im Wohnzimmer die Fenster. Das Inferno kann nun nicht mehr mit nur einem Eimer Wasser verhindert werden.

Alljährlich zum Jahreswechsel muss die Feuerwehr besonderes häufig Hilfe leisten, sei es bei Verletzungen oder Bränden, ausgelöst durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Dabei kann Silvester auch mit der beliebten "Knallerei" ein sicheres Vergnügen sein, vorausgesetzt man beherzigt einige Tipps.

  • Nur Feuerwerkskörper mit Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) verwenden.
  • "Schwarzmarkt-Ware" kann unberechenbar heftig explodieren!
  • Bereits am Silvester-Nachmittag die Gebrauchsanweisungen für das Feuerwerk in Ruhe und mit klarem Verstand lesen!
  • Feuerwerkskörper getrennt von Zündhölzern oder Feuerzeugen aufbewahren.
  • Beim Hantieren mit Feuerwerk nie den gesamten Vorrat in einer Tüte oder einem Karton bereithalten.
  • In der Silvesternacht Fenster und Balkontüren schließen!
  • Für Entstehungsbrände Blumenspritze und/oder gefüllten Wassereimer bereithalten.

Feuerwerkskörper der Klasse I (Kinder und Jugendliche):
Kinder und Jugendliche dürfen nur Feuerwerkskörper der Klasse I kaufen und unter Aufsicht abbrennen - z.B. Bengalisches Feuer, Wunderkerzen, Tischfeuerwerk. - Tischfeuerwerk nur auf feuerfesten Unterlagen und nicht in der Nähe von leicht entzündbaren Materialien abbrennen.

Feuerwerkskörper der Klasse II (Nur für Erwachsene):
Feuerwerk der Klasse II darf ausschließlich von Erwachsenen verwendet werden. Nur im Freien zünden, niemals in Räumen!

Angezündete Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, liegenlassen! Sie sind unberechenbar und könnten später explodieren.

Raketen nur von geeigneten Freigeländen oder der Straße aus senkrecht nach oben starten, nicht schräg vom Balkon aus. Am sichersten ist eine leere Flasche in einer Getränkekiste. Bitte beachten Sie auch, dass die Raketen und Geschoße aus Signal- oder Schreckschußwaffen auf ihrer Flugbahn gegen keinerlei Hindernisse stoßen können. Böller (egal welcher Größe), Raketen und Geschoßes aus Schreckschußwaffen nie gegen Menschen und Tiere richten.

"Kanonenschläge" oder andere laute Knallkörper so zünden, dass Menschen oder Tieren nicht gefährdet werden (Gefahr von Verbrennungen und/oder irreversiblen Gehörschäden!)

Wenn ein Entstehungsbrand nicht beim ersten Versuch gelöscht ist: In Sicherheit bringen und  anschließend den Notruf 112 absetzen.

Brandverletzungen sofort mit kaltem Wasser, Schnee oder Eis mindestens 10 Minuten lang kühlen.

Unser Appell:

Halten Sie Ihren Balkon frei von brennbaren Gegenständen!

Feuerlöscher
Rauchmelder